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Wir wissen, dass der irische Schriftsteller James Joyce zwischen 1905 und 1920 einige Jahre in Triest gelebt hat; das ist jetzt ungefähr ein Jahrhundert her. Wir wissen nicht genau ob der Schriftsteller je den Wein aus Ramandolo probiert hat, doch der Gedanke, dass er sich, diese Worte schreibend, an den süßen Geschmack dieses Weins der friulanischen Hügel erinnerte, gefällt uns. Denn heute sind wir überzeugt davon, dass wer unseren Ramandolo DOCG-Prädikatswein kostet, den Wein der Verduzzo Giallo Traube, der nach langem Dörren erst im späten Herbst gekeltert wird, die Wärme der Sonne unserer Hügel schmecken kann. Seine besondere leuchtende Farbe betrachtend kann man verstehen warum jemand diesen Wein das “Gold von Ramandolo” genannt hat. Der Ramandolo ist wahrscheinlich der Wein, der die Seele der Bewohner unseres Landstrichs am besten charakterisiert: schlichte, manchmal grob erscheinende aber doch herzlich-gastfreundliche Männer großzügigen Charakters, die ihre antiken Traditionen leben und ganz verliebt in ihre Länderein sind. Begeisternd ist, um auf die Eigenschaften des Ramandolo zurück zu kommen, die seltene Balance zwischen Tanninen, Säure und Süße, die leuchtende Farbe antiken Goldes und der Duft getrockneter Aprikosen und Kastanienhonig – er ist der perfekte Wein für Meditation und Kontemplation. Unvergesslich sein starker Charakter, seine angenehme Süße und Körperreiche ergänzt durch einen zahrten Hauch aromatischer Essenzen. Serviert wird der Ramandolo am besten mit San Daniele Schinken und reifen Feigen, mit weißem Speck, Salami aus Nimis, gereiften Käsesorten, geräucherter Forelle, Foie Gras oder natürlich mit den fingerförmigen Keksen zum eintunken. Letztere entstammen einer antiken Tradition der Gegend: schon im 15. Jahrhundert wurden bei der Kirche San Gervasio e Protasio in Nimis so genannte Uessuz-Kekse gebacken, die zum Ramandolo Wein serviert wurden. Weiter schmeckt der Ramandolo besonders gut zur Gubana, dem traditionell friulanischen Nuss-Rosinenkuchen oder zum süßen Dreikönigsbrot. Als Produkt einer der ältesten friulanischen Reben (er wurde in der Weinliste zitiert, die beim Konzil von 1409 dem Papst Gregorio XII serviert wurden) ist der Ramandolo der älteste D.O.C.G. Prädikatswein unserer Region. Die Weinberge liegen an sonnigen Hängen in den Hügeln zwischen den Gemeinden Nimis und Tarcento, ehemaliges Land der Kelten und Longobarden, im heutigen Friaul, in der Provinz von Udine. Die Produktion des Ramandolo ist derzeit auf jährlich 285.000 Flaschen begrenzt.
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